
Februar 2010
An dieser Stelle möchten wir mal einen Notfall und den Ablauf der Vermittlungen usw. erklären. Einmal aufzeigen was wir neben der Arbeit und dem Privatleben für die Notspitze tun, einmal aufzeigen was andere nicht bereit sind zu tun.
Der kleine Prinz
eigentlich wollten wir nur helfen, den weißen Spitz zu vermitteln.
Daraus wurde dann eine Übernahme. Hier in Kurzform der Ablauf eines solchen Falls:
Seine Familie mußte sich von ihm trennen, da das Herrchen ins Krankenhaus mußte. In dem ganzen Streß wurde der Mittelspitz, mit all seinen Marotten, unglücklich an eine Familie vermittelt. Unglücklich, weil beide Seiten sich in der neuen Heimat nicht verstanden. Der Notruf der Familie erreichte uns bereits am 2. Tag nach der Vermittlung. Keine Chance zum Eingewöhnen ....
Er drohte mit Einsatz seiner Zähne das Treppchen zu ersteigen. Die Tochter hatte bereits große Angst vor dem Spitz. In dem Telefongespräch fiel auch gleich das Wort: Tierarzt und bissig. Nun ging die Arbeit richtig los, die Telefonleitungen liefen heiß.
Leider wollte die Familie den armen Kerl nicht wieder zurück bringen und die ehemalige Familie konnte ihn auch nicht holen. Da wir Tierschützer ja nichts zu tun haben, ist unsere Irene mit einer lieben Kollegin von der Tierschutzorganisation ALBA von Hamburg nach Bücken gefahren, Spitz einladen und von dort nach Osterode, Spitz abliefern. Dort konnte er bis Mittwochs bleiben, dann mußte er weg, da sein Herrchen dann ins Krankenhaus mußte.
Damit seine Zukunft gesichert ist, haben wir ihn kurzerhand übernommen. Zum Glück fand sich jemand, der bereit war, den kleinen verwöhnten Prinzen in Pflege zu nehmen.
Nun heißt es noch einmal, von Hamburg über Hannover nach Osterode und von dort nach NRW Richtung Unna und wieder zurück. Noch mal ein ganzer Tag im Auftrag einer Notnase.
Achja und an dieser Stelle, danke an unsere Mitglieder und an die Spender !!! Denn allein durch Mitgliedsbeiträge und Spenden können wir es uns leisten, ein Notspitztaxi quer durch Deutschland zu betreiben. Schade, dass wir uns die Angestellten nicht leisten können, somit selbst einspringen müssen, unsere eigentliche Arbeit somit leider liegen bleiben muss und unsere eigenen Pelze mal kurzerhand als Notspitzhelfer eingespannt werden.
Nun stehen noch die kommenden Tierarztkosten fürs chippen und checken an, Hundesteuer und Versicherung.
Kurzum:
ca. 2 volle Tage Fahrtzeit
ca. 1600 km
ca. 10 Stunden reine Telefonzeit (eher mehr) und gute 1,5 Stunden Schreibarbeit (Mails rausjagen und beantworten)
von internen Absprachen usw. mal abgesehen
.... der Spitz war keine zwei Wochen als Notfall bei uns gemeldet.
Wir haben die o.a. Leistungen innerhalb einer knappen Woche getätigt, bzw. die Vermittlung.
Damit dürfte wohl die Frage danach, was wir so tun, beantwortet sein, denn dies ist nur ein Notfall in dieser Woche gewesen. Wir hatten ein paar mehr davon ...
Trotzdem möchten wir es nicht versäumen unseren lieben Mitgliedern ein riesiges Dankeschön auszusprechen. So viele haben enormen Einsatz gezeigt, von Fahrangeboten, Verbreitung des Notfalls, bis hin zum Benzingeldangebot alles war dabei.
Vielleicht bekommen wir wenigstens die Kosten für diesen Einsatz wieder raus, damit ein echter Notspitz damit sein Leben retten kann !
Wir, die nationale Spitzeingreiftruppe machens möglich !
Dieser Ausdruck fiel bei der ganzen Aktion. Wir fanden es zu witzig, dass wir es hier mit veröffentlichen.
Und hier nochmal eine persönliche Anmerkung, weil ich es überhaupt nicht selbstverständlich finde, dass sich zwei liebe nette Menschen so aufopfern:
DANKE Irene und DANKE Stefani !!! |
Es ist für den Spitz eine gute Tat gewesen, nur schade, dass er seinen Menschen nicht so viel wert war.
Über den kleinen Prinzen in seinem hoffentlich letzten und 3. Zuhause werden wir hier noch berichten ;-)

Januar 2010
Mogli
Da ist es endlich, sein perfektes Zuhause (von seiner Pflegestelle mal abgesehen). Mogli, der böse Beisser, von Tierschützern zum Tode verurteilt, hat seinen Platz gefunden. Eine tolle Familie und zwei tolle Kumpels sind nun sein Rudel. Wir freuen uns für den kleinen Mogli und wünschen alles alles Gute. Na klar, sind wir auch weiterhin für ihn da und freuen uns von ihm zu hören und zu sehen. Unser Dank an Nicole und Jörg, die ihn auf das echte Leben vorbereitet haben und ihn so behandelt haben, wie Mogli es so dringend benötigt hat.
Sissi
hat ihr Zuhause gefunden. Ein Paradies, nicht nur vom Handwerk, für jeden Hund. Sissi lebt nun an der Quelle und hat bei einer Metzgerfamilie ihren Platz gefunden. Alles Gute kleine Maus.
Sissis Welpen
sind vermittelt. Nun sucht Sissi selbst noch ein schönes Plätzchen, wo sie allein die volle Aufmerksamt genießen kann. Die liebe Hündin wartet in Landshut auf ihren Menschen.
Perjono
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kaum aufgenommen, ist dieser hübsche Großspitz bereits vermittelt. |

Wir wünschen allen Spitzfreunden
ein gesundes und glückliches neues Jahr 2010.
Zum neuen Jahr teilen wir die Neuigkeiten und werden ab 2010 eine neue Seite einpflegen.
Zum Archiv bis 2009 geht es hier entlang: Neuigkeiten bis 2009
