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Im Harz sind die
Spitze los und Sabine :) |
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Ein Spitz kommt selten allein ... ?! |
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Wie bin ich eigentlich dazu gekommen Spitz –(Mixe) zu halten ?
Ganz einfach- die Hunde haben mich gefunden, nicht etwa ich die Hunde!
Meine Kindheit begleiteten viele Hunde verschiedenster Rassen, da mein Vater aktiver Hundesportler war und auch fremde Hunde ausbildete, die dann bei uns wohnten.
Wenn sie die Prüfung abgelegt hatten gingen sie wieder in ihr eigenes Zuhause.
Viele Hunderassen und -persönlichkeiten durfte ich so kennen lernen-
ein Spitz war jedoch nicht dabei.
Ich hatte keinerlei eigene Erfahrung
im Umgang mit dieser Rasse, also auch keine Vorurteile.
1989 heiratete ich.
Mein armer Mann- ob er wohl ahnen konnte was ihm bevorstand?!
Er war völlig hundelos aufgewachsen, für mich jedoch stand fest:
Ohne Hund geht gar nichts!
Als dann der jüngste Sohn gerade mal das Krabbelalter
erreicht hatte schlug das Schicksal zu.
Ich las in der hiesigen Zeitung eine Kleinanzeige. Ein Wurf Spitzmischlinge suchte neue Herrchen und Frauchen. Also rief ich dort an und erfuhr, dass noch zwei kleine Rüden abzugeben waren.
Ich setzte meine Kinder ins Auto und fuhr hin
--nur mal gucken--
und kam mit Bobby wieder nach Hause.
Drei kleine Kinder und dann noch einen Welpen, dass kann ja nicht gut gehen .... oder?
Doch es ging gut, da ich ja ziemlich genau wusste was mich erwartete und auch bereit war, die Arbeit zu tun und die Verantwortung zu tragen. |
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Bobby entwickelte sich zu einem lebhaften, gut sozialisierten und sehr verträglichen , freundlichen Hundejungen, der auch prima mit meinen Kindern zurechtkam ...
Er war und ist wachsam, lässt sich aber leicht lenken.
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Darf ich zum Seniorentänzchen bitten?
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Als Welpe sah Bobby aus, wie eine aufgeplatzte Leberwurst, meinte damals meine Mutter. Zugegeben, er unterschied sich schon sehr von den Boxern, die meine Eltern damals hielten.
Mein Vater gab eher gar keinen Kommentar zu Bobby ab,
denn Bobs war ja“ nur ein Mischling“ und außerdem wie konnte ich mir nur einen Hund anschaffen, ohne seinen Rat als Fachmann einzuholen!?
Mein Vater wurde bald eines Besseren belehrt, was Bobbys Qualitäten angeht.
Wir waren alle draußen im Garten und mein Vater hatte seinen jüngsten Enkel auf dem Arm.
Er wurde allerdings von ihm unbemerkt, von Bobby beäugt (schließlich ist so ein Spitzentier ja verantwortlich für die “Welpen“ seiner Gruppe und wer weiß schon was dieser Fremde vor hat). Nach einer Weile wollte der Opa mitsamt Enkel vom Garten auf den Hof gehen, wohin ich schon kurz vorher gegangen war. Da war dann für Bobby Schluss mit Lustig, niemand verschleppt eines seiner Familienmitglieder!!!
Er stellte sich vor meinen Vater, drohte ihm und bellte solange bis ich kam und ihn zurückrief.
Von da an war auch mein Vater ein absoluter Bobbyfan. Es hat ihn positiv überrascht, dass so ein kleiner Spitz(mix)bube so mutig und wachsam war, wie es seine Rassetiere nur selten fertig brachten.
Bobby ist mittlerweile 13 Jahre und 8 Monate alt
und wir haben in dieser Zeit viele schöne gemeinsame Dinge erlebt.
Bis vor einem Jahr war mein „Großer“ topfit und kerngesund.
Dann wurde mir schlagartig klar, dass auch er nicht jünger wird.
Er hatte einen Schlaganfall, den er jedoch gut gemeistert hat.
Heute merke nur noch ich seine kleinen Einschränkungen.
Ach ja, vielleicht merkten es auch noch zwei andere Hunde,
dass er nicht mehr soooooo fit ist wie ein Junger,
denn er wurde zweimal kurz hintereinander gebissen.
Trotz Allem hat er sich seine freundliche Art bewahrt
und geht noch unheimlich gern mit auf unsere
täglichen „Rudelrunden“, bei denen er neben seinen Hausgenossen
auch viele andere Hunde trifft.
Ich hoffe sehr,
dass ich noch eine lange und schöne Zeit
mit meinem Bobby Braun verbringen darf.

Bobby, im Alter von 13 Jahren |
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Vor 4 Jahren kam mir dann der Gedanke einen zweiten Hund aufzunehmen.
Bobby war noch recht fit,
so dass er noch etwas von einem Kumpel hatte, ohne überfordert zu werden.
Also wurde der Familienrat einberufen und die Entscheidung getroffen.
Eine einzige Bedingung stellte ich: Es sollte wieder ein Spitz/ Spitzmix sein!
Ich begann zu recherchieren, im Netz zu stöbern (so kam ich auch auf die Seiten der Spitznothilfe) und Zeitungsanzeigen zu lesen.
Irgendetwas passte aber immer nicht.
Also ließ ich mir Zeit und wartete auf meinen Hund,
der sicherlich auch irgendwo auf mich wartete.
Ich übte mich in Geduld, bis zu dem Tag- genau diesem denkwürdigen Tag- an dem ich mal wieder im Internet Tieranzeigen las!
Eine Anzeige sprang mir direkt ins Auge. Ganz in meiner Nähe war eine
Zwergspitzin abzugeben, schwarz, 1 Jahr alt.
Ich bekam richtig Herzrasen, rief unter der angegebenen Telefonnummer an und hatte eine junge Frau am anderen Ende der Leitung. Diese erzahlte mir, dass die Hündin ihrer Freundin gehört und sie den Hund aus verschiedenen Gründen nicht mehr behalten kann.
Ich versuchte mich zu beruhigen, --aber irgendetwas in mir sagte ständig:
„Das ist sie !!!!"
Mein Mann und ich fuhren also los,
Bobby natürlich mit dabei, denn es kam ja darauf an, dass die Hundies sich verstanden.
Bobby duldete z.B. nicht die Dackeline meiner Schwiegermutter in seinem Territorium.
Der Herr hatte Mitspracherecht!
Dort angekommen klingelten wir, -- die Tür ging auf -- und eine schwarze Flocke kam uns entgegengerannt, -- sie sprang mir genau in die Arme!
Jaaaaaaa! Das ist sie..... die Jenny hatte auf uns gewartet.
Die Besitzerin stand völlig perplex da und erzählte uns,
dass Jenny sonst eher zurückhaltend wäre und nicht gleich auf Fremde zugeht usw, usw.
Wir machten noch einen gemeinsamen Spaziergang,
um zu sehen wie die Hunde miteinander klar kamen.
Bobby hatte sich aber wohl auch schon für Jenny entschieden.
Jenny hatte damals schon ca. vier Vorbesitzer.
So ein kleiner, niedlicher Hund ist eben schnell angeschafft,
vielleicht ohne sich darüber klar zu sein,
dass er die gleichen Bedürfnisse hat wie jeder große Hund! Sie ist dennoch eine kleine freundliche, ausgeglichene Persönlichkeit geblieben,
die mit Nichts und Niemandem ein Problem hat, mit anderen Hunden gut klarkommt (egal welcher Größe) und nun ihr Zuhause bei uns gefunden hat. |
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Etwas gibt es aber noch was sie wohl nie lernen wird.
Nämlich dass sie nur wenige Zentimeterchen (ca.24) groß ist, sie sagt also auch Hunden mit Bernersennenmaßen, dass die ihr nicht ungefragt unter der Rute schnüffeln dürfen!!!
........ Übrigens akzeptieren die Großen das selbstverständlich.
Ach ja, natürlich wird -allerdings nur beim Spazieren Gehen- alles was sich schnell auf uns zu bewegt oder gar flüchten will mutig verbellt und ggf. gestoppt, jedenfalls wenn es sich um Trecker, Mähdrescher, Autos oder Schneepflüge handelt.
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Das Prinzeßchen auf der Erbse ....... ach ne, im Körbchen !
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Aller guten Dinge sind ja eigentlich Drei, so sagt man.
Das hätte ich allerdings nie gedacht und geplant und in Erwägung gezogen.
Dennoch kam es so, glücklicherweise.
Durch die Beschäftigung mit meinen Spitzkens hatte ich auch einige Male der Spitznothilfe Tierheimspitze in meiner Region gemeldet.
Irgendwann war dann auch Timmy in meinem Blickfeld.
Damals knapp 13 Jahre alt, war der Arme im Tierheim gelandet.
Wie das leider oft so ist, war sein Frauchen ins Altersheim gegangen und Timmy verlor sein Zuhause. Damals war er in keinem guten Zustand.
Er war übergewichtig und benötigte Herzmedikamente.
Als ich ihn jedoch kennen lernte, war er schon wieder normalgewichtig,
kam ohne Medis aus und hatte mächtig viel Spaß am Leben.
Nur ein Zuhause, dass fehlte dem Jungen noch. So meldete ich ihn bei der Spitznothilfe.
Ich ging ihn öfters besuchen, meine Beiden immer dabei,
......... und eines Tages sagte man mir, dass Timmy vermittelt worden sei.
Hab ich mich gefreut für den Buben!
Timmys Glück währte jedoch nicht lange.
Herrchen verstarb leider, die Angehörigen konnten den Timmy nicht aufnehmen,
er landete wieder im Tierheim.
So die Kurzversion seines Schicksals.
Mittlerweile war er über 13 Jahre alt,
fit, freundlich , aber vermutlich nicht mehr zu vermitteln.
Er hatte keinen der sich um ihn bewarb, wer nimmt denn auch schon so einen alten Hund?
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Herrchen ist wieder soooo putzig *lach*, der rupft die ganze Tapete ab!
Auweia, wenn das das Fraule sieht *Timmywarsnicht*
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Ich war hin- und hergerissen.
Mir ging Timmys Schicksal schon sehr nah, aber mein Kopf sagte noch nicht ja.
Drei Hunde, geht das überhaupt noch gut, kann ich denen gerecht werden?
Ich kenne nichts aus Timmys Vergangenheit.
Wir sind fünf Personen zu Haus, kommt er damit zurecht?
Zwei alte Hunde, beide über 13.- Tierarztkosten, nicht kalkulierbar usw.
Vieles ging mir durch den Sinn, was es mir schwer machte einfach ja zu sagen zu Timmy.
Dann klingelte mein Telefon! Der Leiter des Tierheimes war am anderen Ende der „Strippe“ und fragte mich, ob ich den Timmy in Pflegeendstelle aufnehmen würde?
Nach kurzer Bedenkzeit und Familienrat, war es beschlossen und besiegelt:
Timmy hat ein neues Zuhause, 10 Kraulehände und ein Minirudel beiseite.
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Timmy ist ein fröhlicher, freundlicher und leicht tollpatschiger Hundeherr,
der es bestimmt mal sehr gut hatte bei seinem ersten Frauchen.
Er geht gern spazieren und ist der souveränste Hund meines Trios.
Nach anfänglichen Verwirrungen, er wusste wohl noch nicht recht
auf wen er denn jetzt wieder hören muß, konnte er bald ohne Leine laufen.
Er orientiert sich nun sehr stark an mir
und nimmt auch schon mal gern einen meiner Schuhe
mit auf seinen Liegeplatz (damit ihm bloß nicht wieder ein Frauchen abhanden kommt- ohne Schuh kann se ja nich weglaufen!).
Einige gesundheitliche Probleme hat der Timmy schon,
darf er auch in seinem Alter. Timmy weiß aber nichts davon und genießt jeden einzelnen Moment seines Lebens – und genauso halte ich es auch. Stände ich noch mal vor der Entscheidung- ich würde ihn wieder aufnehmen, denn er ist ein absoluter Goldschatz.
Mein Spitzentrio
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Die Freundschaft eines Spitzes
kann man sich nicht erkaufen,
man muss sie sich verdienen.
Es gibt viele Vorurteile die der Mensch manchen Hunderassen entgegenbringt,
leider wird auch der Spitz oft verkannt.
Wenn ich mit meinen Dreien unterwegs bin,
begegnen mir Reaktionen von „Oh Gott- ich hab Angst, so was hat mich mal gebissen“,
bis hin zu echtem Interesse an diesen leider so selten gewordenen Hunden.
Ich hab es auch schon häufig erlebt, dass ängstliche Menschen
sich auf ein Gespräch über die Spitze und ihr Wesen
eingelassen haben und plötzlich erkannten, dass die Hunde ja gar nicht „böse“ sind.
Sie gehen, bei guter Haltung und Sozialisation,
eben nur ihrer eigentlichen Bestimmung nach
als Wächter und Beschützer ihrer Menschen und deren Hab und Gut.
Spitze sind eben noch ganz ursprünglich
und klar in ihrem Verhalten, nur haben viele Menschen verlernt
dieses Verhalten zu erkennen und zu respektieren.
Wenn mir jemand ungefragt über den Kopf tätschelt,
sich hektisch um mich rum bewegt oder gar mein Grundstück „kapert“
werde auch ich ungehalten und „belle“.
Ansonsten bin ich, wie meine Hundies auch, friedlich und gesellig.

Hier sitzen die Buben wie von Jenny bestellt und nicht abgeholt
*Mädels trödeln immer so* |
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