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CHEYENNE

Cheyenne ...
vom Notspitz zum Champion ?!
oder vom Tintenspitz zur Prinzessin :)


 

Cheyenne
oder die Fortsetzung von Rocco’s Geschichte

Hier kommt Roccos bessere Hälfte :)

 

Der da Rocco’s Geschichte hier gelesen hat (sie ist noch nicht zu Ende, da er sich nach wie vor im Alter von 10 Jahren bester Gesundheit erfreut), weiß von meiner Feststellung an deren Ende, dass ich mich immer wieder dem Trachten meines Weibes nach Erweiterung unserer Familie um noch einem Spitzerich erwehren musste.

Nun ja – irgendwann einmal fällt jede Gegenwehr in sich zusammen, denn steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein.

So denn auch bei mir.

Irgendwann im Jahr 2007 war es soweit, dass ich dem Drängen meiner Frau nachgab unter gewissen einzuhaltenden Bedingungen.
Da wir uns nun einig waren, ging die Suche los. Klar war, es konnte nur ein Mädchen werden, denn einen Rüden hätte Platzhirsch Rocco nicht geduldet.

Bei meiner Neigung zu eher grösseren Hunden sollte es auch kein kleinerer Hund als ein Mittelspitz sein.
Auch sollte es ein armes Würstchen in Not sein, dem wir aus derselben heraushelfen wollten.

Nach einem Kontakt über die Spitz-Nothilfe mit dem Tierheim Speyer, der sich dann aber zerschlug, bekamen wir ebenfalls über die Spitz-Nothilfe die Mitteilung, dass Tiere-in-Not Solingen eine weisse Mittelspitzin zu vermitteln habe.
Schnell hatte meine Frau den ersten Kontakt hergestellt und noch am selben Tag trafen wir uns bei der Pflegestelle in Remscheid um uns die Kleine mal anzusehen und zu schauen, ob Rocco mit ihr einigermassen verträglich umging.

Wir trafen auf ein noch nicht ausgewachsenes kleines schüchterndes Etwas mit wenig Fell und viel Scheu und einer wegen seelischer Defizite selbst angeknabberten Schwanzspitze. Auf neutralem Terrain benahm sich Rocco ganz ordentlich. Die Kleine gefiel uns und meine Frau nahm mit der 2. Vorsitzenden von Tiere-in-Not Kontakt auf um die Formalitäten zu klären. Ebenfalls noch am selben Tag kam diese dann zu uns nach Hause, inspizierte die künftige Unterbringung und sagte zu. Die Formalitäten wurden erledigt und noch am selben Abend haben wir sie von der Pflegestelle abgeholt.


Sie sprang dann auch alsbald freudig ins Auto (das war für uns eine neue Erfahrung, die wir von Rocco nun gar nicht kannten) und fuhr mit uns nach Hause.

Hier hängte Rocco dann aber sofort den Platzhirsch raus. Wir merkten, er musste sich an die veränderte Sitution noch gewöhnen, während sie mit ihm kein Problem zu haben schien, denn von Anfang an bemühte sie sich um Kontakt zu ihm.


Er versuchte vor allem in Haus und Garten sie von uns wegzuhalten, ausserhalb gab es kaum Probleme. Jedenfalls entschlossen wir uns, die beiden zunächst nicht unbeaufsichtigt allein zusammen zu lassen und hielten sie, wenn wir nicht zu Hause waren getrennt. Wir kauften also ein Kindergitter für’s Treppenhaus. Während ihrer ersten Hitze gewann er zunehmend Interesse an ihr (Gefahr bestand keine, da er ja kastriert ist) und danach wurde sie zunehmend selbstbewusst und er gewöhnte sich an sie. Auf die Trennung und das Gitter konnten wir später ganz verzichten. Heute geht es weitgehend problemlos. Selbst im Fahrrad-Hundeanhänger fahren sie inszwischen zusammen.


Er grantelt sie manchmal noch etwas in unserer Nähe an, beide zicken sich an, wenn sie etwas besonders Leckeres zu verteidigen haben.


Ansonsten hat Cheyenne sich prächtig entwickelt: sie ist heute ein weitgehend selbstbewusstes Hundemädchen von ca. 37 cm mit schönem typischen Spitzfell, die Schwanzspitze ist verheilt und musste nicht – wie zeitweise befürchtet – amputiert werden. Sie ist heute viel ausgeglichener als wir sie bekommen haben. Sie geht mit auf den Hundeplatz und macht Basisausbildung (mit Problemchen bei der Ablage) und Agility. Auch beim Mantrailing hat sie richtig Spass entwickelt.

Während Rocco eher etwas Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt ist sie eher die umtriebige und unkonzentrierte, gerne im Mittelpunkt stehende Prinzessin mit etwas Jagdtrieb im Blut.

Weil sie so eine Hübsche ist, haben wir auf Drängen anderer Spitzverrückter sie im vergangenen Jahr zur Eintragung als Registerhund vorgestellt, was auf Anhieb geklappt hat.

Darum haben wir sie dieses Jahr auch zumeist erfolgreich
mit V1 und sogar einem BOB ausgestellt.

Heute hat Cheyenne ihren festen Platz in unserer Familie eingenommen
– sie gehört einfach dazu.



Euer Michael